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Harald Blumenauer

Harald Blumenauer

iMakler und blumenauer consulting: Inhaber


Die Lust auf Zerstörung des Alten und Verstaubten habe schon seinen Vater getrieben, sagt Harald Blumenauer, Geschäftsführer von iMakler. Blumenauer stammt aus einer der bekanntesten Maklerfamilien Deutschlands und er hat daraus dieses "Rulebreaking-Gen" übernommen. 

Sein klassisches Geschäftsfeld ist ein besonders geeigneter Ort für erfolgreiches Rulebreaking: Immobilien. Die Strategie: Finanzierungsmodelle radikal überdenken und über Bord werfen! Harald Blumenauer fordert bereits seit Jahren von seinen Berufskollegen, über eine neue, provisionsfreie Vergütungsstruktur auf Honorarbasis nachzudenken. Ein Verstoß gegen die althergebrachten Branchenregel. 

Auszug aus dem Buch "Rulebreaker - Wie Menschen denken, deren Ideen die Welt verändern":

Später wird Harald Blumenauer einmal sagen: "Mein erster Regelbruch war, dass ich etwas in den deutschen Markt eingeführt habe, von dem ich überzeugt bin, dass es kommt, von dem ich aber auch genau weiß, dass es nicht im Sinne meiner Kollegen ist, die an alten Zöpfen festhalten: Das Honorarmodell! Aber mein zweiter Regelbruch war vielleicht noch radikaler: Es war meine Strategie, dass ich mit dem neuen Modell gleich in die Öffentlichkeit gegangen bin, ohne den Verband zu informieren."

Harald Blumenauer kennt die Debatten in den Branchenverbänden. Längst haben sich der traditionelle RDM und der von seinem Vater gegründete VDM zum IVD vereinigt. Blumenauer war jahrelang im Bundesvorstand. In dieser Zeit wurden ab und zu auch jene Festpreismodelle diskutiert, die im Ausland schon seit einiger Zeit für Furore sorgen. Doch bei jeder Gelegenheit verwerfen die Funktionäre die neuen Gedanken. Sie hängen an ihrer Provision und der eine oder andere wohl auch an der Vision des schnellen Geldes. Möglichst wenig tun und viel Geld kassieren...diesen Wunsch sieht Blumenauer so manches Mal in den Augen seiner Kollegen aufblitzen.

Als er das erste Mal einem Funktionär im Immobilienverband erklärt, wie sein künftiges Geschäftsmodell aussieht, bekommt er die Antwort: "Blumenauer, weißt du überhaupt was du da machst? Du übernimmst mehr Verantwortung und bekommst dafür weniger Geld." Ein paar Minuten vorher hatte der gleiche Gesprächspartner darüber schwadroniert, wie wichtig der Qualitätsanspruch sei, um die im Verband organisierten Makler von den Wald-und-Wiesen-Maklern zu unterscheiden. Blumenauer erwidert erschrocken: "Sag mal, weißt du eigentlich, was du da eben gesagt hast? Erst predigst du mehr Qualität und jetzt lehnst du es ab, wenn ich mehr Qualität bieten will?! Das ist ja nun wirklich eine diametrale Aussage."

Dies ist jetzt offenbar auch seinem Gegenüber aufgefallen. Er versucht zu beschwichtigen. Der Markt werde schon entscheiden, ob das Provisionsmodell oder das neue Festpreismodell das Richtige sei, sagt er. Aber Blumenauer ist nicht in Stimmung für Beschwichtigungsversuche: "Was für ein Quatsch! Der Markt hat sich doch schon lange entschieden. Nur 50 Prozent der Immobilien-Transaktionen werden noch über uns Makler abgewickelt. Im Ausland mit seinen Festpreismodellen sind es noch 85?90Prozent. Wir müssen nicht die Märkte entscheiden lassen, sondern wir müssen sie wieder gewinnen. Wir müssen die Leute wieder von uns überzeugen!"

Kurze Zeit später wird so ziemlich allen deutschen Maklern klar, was Blumenauer damit meint. Er hat inzwischen die Firma 'imakler' gegründet. Es ist die erste deutsche Maklerfirma die nach dem Honorarmodell arbeitet. Sie verspricht Hausbesitzern, dass ihr Haus provisionsfrei verkauft wird. Im Gegenzug verlangt 'imakler' ein Pauschalhonorar von 999 Euro. Für die Verkäufer ist das ein gutes Geschäft, denn auf diese Weise lassen sich bei Käufern höhere Verkaufspreise erzielen, die das investierte Honorar teilweise weit übersteigen.

Doch Blumenauer startet seine neue Firma nicht heimlich, still und leise. Im Gegenteil! Er schaltet einen TV-Werbespot bei ntv, der bereits bei seinen holländischen Kollegen und auf youtube gelaufen ist: Drei klassische Makler in steifen Anzügen stehen in einem kleinen Ruderboot und werden vom 'iMakler' aufs offene Meer hinaus geschoben. Mit dem Spot sollen symbolisch die hohen Maklerprovisionen verabschiedet werden. Man braucht ein gewisses Faible für schwarzen Humor, um den Spot gut zu finden.

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